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Man schlendert gemütlich durch die Stadt, die Sonne scheint, der Cappuccino-Laden an der Ecke ist fast erreicht.

Und plötzlich steht er in etwa 15 Metern Abstand und läuft in meine Richtung:
der Mensch, von dem ich weiß, die nächsten 15 Minuten komm ich nicht mehr von ihm los … der Cappuccino wird in Gedanken schon kalt, mein Magen krümmt sich vor Unbehagen. Soll ich aufs Handy schauen oder nach rechts gucken, und so tun, als ob ich ihn nicht gesehen hätte? Oder bleibe ich höflich, denn ich weiß, er hat mich entdeckt … der Anstand gebietet es. Eine kurze Unterhaltung ist doch nicht so schlimm, ich pack das, aber in meinem Kopf sagt eine Stimme nur: „Nein, oh nein, nein, nein, nein …“ Dann geht das Gelaber los. Er redet und redet, man kommt selbst kaum zu Wort, es geht schon wieder um seine Wohnung, seine Arbeit, seine Urlaube, seine Erfahrungen etc. Auf das „Wie geht’s Dir?“, mit der entsprechenden
Möglichkeit zu antworten, wartet man vergebens. Sobald man selbst einen Satz gesprochen hat, wird man unterbrochen, das Thema wird aufgenommen und es wird alles aus seiner Sicht erzählt.

Wir kennen alle mindestens eine, und wahrscheinlich sogar mehrere solcher Personen. Sie sind meistens liebenswert, und man möchte ihnen irgendwie nicht böse sein, aber trotzdem nerven sie und man möchte ihnen möglichst aus dem Weg gehen. Sie reden viel, aber echte Pläne umzusetzen fällt ihnen schwer, Themen sind
schnell abgearbeitet, die Inhalte meistens oberflächlich gehalten, und der Abschied ist immer etwas klebrig: der klassischer Schwätzer.

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